Gastern stellt sich vor ...

Die Marktgemeinde Gastern liegt im nördlichen Waldviertel in einer reizvollen typischen Waldviertler Hügellandschaft mit einer Seehöhe von 479 bis 613 m. Die nach den Gemeindezusammenlegungen in den Jahren 1967 und 1972 aus den Katastralgemeinden Frühwärts, Garolden, Gastern, Immenschlag, Kleinmotten mit Grünau, Alm und Steinwand, Kleinzwettl, Ruders, Weissenbach und Wiesmaden bestehende Gemeinde umfasst ca. 530 Häuser mit  1.370 Einwohnern. Der Gemeindehauptort Gastern hat 130 Häuser und  380 Einwohner, ist eine Gründung des Stiftes Garsten in Oberösterreich und wurde 1177 erstmals urkundlich erwähnt.

Gastern ist auch Pfarrort. Die Pfarrkirche Gastern wurde in den Jahren 1904 bis 1906 in neuromanischem Stil erbaut und dem Heiligen Martin geweiht. Roh behauene Steine aus Granit prägen das äußere Bild der Kirche und vermitteln den Eindruck herber Schönheit.

Die vierklassige Volksschule wurde 1899 errichtet, in den Jahren 1974/75 umgebaut, mit einem Turnsaal versehen, in der Zwischenzeit saniert und wird tadellos instandgehalten. Der seit 1978 bestehende eingruppige Landeskindergarten wurde 1996/97 weitestgehend umgebaut und auf einen modernen zweigruppigen Kindergarten erweitert.

In der Ortsmitte befindet sich das in den Jahren 1967 bis 1970 erbaute Gemeindehaus, in dem Gemeindeamt, Postamt, Raiffeisenbank, eine Arztpraxis, die Feuerwehr und sieben Wohnungen untergebracht sind. Das Gebäude wurde in den Jahren 1998 und 1999 einer Außenrenovierung unterzogen und präsentiert sich nun in sehr gefälligem Aussehen.

Durch den Ankauf eines leerstehenden Betriebsgebäudes im Jahre 1986 wurde ein Bauhof der Gemeinde geschaffen und mit den zeitgemäßen und erforderlichen Einrichtungen, Maschinen und Geräten ausgestattet. Das vorher wenig gefällige Gebäude wurde saniert und präsentiert sich heute in einer sehr ansprechenden Form.

In den Jahren 1986 bis 1988 wurden ein neuer Sportplatz und mit vielen Arbeitsleistungen des USV-Gastern ein Sporthaus errichtet. Die schöne Sportanlage konnte 1991 um zwei Tennisplätze und einem Sporthauszubau erweitert und ergänzt werden.

In schöner, sonniger Lage errichtete die Gemeinde im Jahre 1996 in Ruders einen Landschafts- und Erholungsteich. Zu dieser sehr gut gelungenen und allgemein beliebten Teichanlage wurde in den darauffolgenden Jahren mit sehr engagierter Mitarbeit und umfangreichen Eigenleistungen des Dorferneuerungsvereines Ruders ein Gemeinschaftshaus gebaut, das sowohl den örtlichen Bedürfnissen als auch den Wünschen der zahlreichen Gäste voll entspricht.

Vorwiegend zur Unterbringung von Feuerwehreinrichtungen, jedoch auch zur Schaffung von Ortszentren und Treffs für die Ortsbewohner wurden in den Orten Kleinzwettl von 1991 bis 1994 und in Frühwärts von 1994 bis 1997 neue, geräumige Feuerwehrhäuser errichtet, wobei die Arbeitsleistungen weitestgehend von den Feuerwehrmitgliedern erbracht und von den Feuerwehren auch finanzielle Beiträge geleistet wurden. Die Errichtung von Ortszentren wurde vor allem wegen der Auflassung der Gasthäuser in den Ortschaften aktuell. Umgebaut und erweitert wurden auch das Feuerwehrhaus in Weissenbach und die Räume des im Gemeindehaus in Gastern untergebrachten Feuerwehrhauses Gastern.

Als besondere Sehenswürdigkeiten sind die 700 Jahre alte Wehrkirche in Kleinzwettl, die mit ihrem darunter befindlichen Erdstall ein echtes kunsthistorisches Juwel darstellt und die gotische Filialkirche in Weißenbach zu nennen.

Sehr rege ist das Vereinsleben in der Gemeinde Gastern.

Die vier Freiwilligen Feuerwehren Gastern, Frühwärts, Kleinzwettl und Weissenbach verfügen über zeitgemäße Fahrzeuge und Geräte und über sehr gut ausgebildete Mannschaften.

Die Singgemeinschaft Gastern wurde im Jahre 1978 gegründet und ist weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Der Chor wirkt bei kirchlichen und weltlichen Festen gestaltend mit und veranstaltet Liederabende und Weihnachtssingen.

Der Union Sportverein Gastern wurde 1982 gegründet und umfasst die Sektionen Fußball, Turnen, Rad, Schi und Tennis. Die Sportbegeisterung ist besonders bei der Jugend recht groß.

Um die Gestaltung und Verschönerung der Ortschaften und um kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen bemühen sich der Verschönerungsverein Gastern, der Kultur- und Verschönerungsverein Frühwärts, die Verschönerungsvereine Kleinmotten, Kleinzwettl und Immenschlag sowie die Dorferneuerungsvereine in Ruders und Wiesmaden. Aktive Dorferneuerung wird nun nach bereits sichtbaren Erfolgen in Ruders auch in Kleinmotten und Garolden angestrebt.

Speziell um die Gestaltung und Verschönerung des Ortsbildes im Ort Gastern hat sich der 1976 gegründete Verschönerungsverein Gastern (2003 auf Dorferneuerungs- und Verschönerungsverein Gastern umbenannt) große Verdienste erworben und die Bewohner des Ortes zur aktiven Mitarbeit motiviert. Fast alle Häuser und Vorgärten wurden einer gründlichen Sanierung unterzogen und werden sorgfältig instandgehalten. Ein besonderes Augenmerk wird auf den Blumenschmuck gelegt. Die doch recht umfangreichen öffentlichen Plätze und Anlagen werden von den sehr aktiven Mitgliedern des Verschönerungsvereines gestaltet und gepflegt. Große Beachtung wird auch der Sauberkeit des Ortes geschenkt.

Im Jahre 1981 nahm Gastern erstmals an der Aktion "Niederösterreich im Blumenschmuck" teil und konnte gleich auf Anhieb in der Gruppe 1 - Orte bis 800 Einwohner, den 3. Platz im Waldviertel und den 4. Platz im Land Niederösterreich erreichen. Die intensive Weiterarbeit wurde im Jahr 1982 durch den 1. Platz im Waldviertel und erstmals durch den Landessieg in dieser Gruppe belohnt. Nach den jeweils dreijährigen vorgeschriebenen Pausen konnte Gastern in den Jahren 1986 und 1990 wieder den 1. Platz in Niederösterreich erringen, belegte - wiederum nach der vorgeschriebenen 3-jährigen Wartezeit - im Jahr 1994 den 2. Platz im Lande und wurde 1995 wieder 1. der Gruppe I im Waldviertel und zum vierten Mal Landessieger. Die nächste Teilnahme im Jahr 1999 brachte bei bei dieser Aktion, die nun "Blühendes Niederösterreich" heißt, den
1. Platz im Waldviertel und den 2.Platz im Bundesland Niederösterreich ein.

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