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28. März 2010 |
8.30 Uhr - Palmweihe, Palmprozession und Hl. Messe |
1. April 2010
Gründonnerstag |
20.00 Uhr - Abendmahlmesse, anschließen Ölbergandacht |
2. April 2010
Karfreitag
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20.00 Uhr -
Karfreitagsliturgie |
3.
April 2010
Karsamstag
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14.00 bis 15.00 Uhr - Anbetungsstunde für die ganze Pfarrgemeinde
20.00 Uhr - Osternachtsfeier mit Speisenweihe und Lichterprozession
zum Friedhof |
4. April 2010
Ostersonntag |
8.30 Uhr - Wortgottesdienst
10.00 Uhr - Hochamt |
5. April 2010
Ostermontag |
8.30 Uhr - Hl. Messe |
Ostersonntag
Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Johannes, kommen um in der
Früh zum Grab. Plötzlich erschüttert ein Erdbeben Jerusalem. Der Grabstein
ward weggerollt und das Grab leer! Ein Engel sagt den Frauen, das Jesus,
wie er es vorausgesagt hat, auferstanden sei.
Ostern ist das höchste Fest der katholischen Christen. Am Ostertag
freuen sich die Christen über die Auferstehung von Jesus. Mit dem Tod am
Kreuz ist nicht alles aus, sondern mit seiner Auferstehung fängt Leben
erst richtig an.
Karsamstag
Der Sabbat ist der jüdische Ruhetag. An diesem Tag darf nicht
gearbeitet werden. Deswegen musste Jesus noch am Freitag beerdigt werden.
Hohepriester und Pharisäer fordern Pilatus auf, das Grab bewachen zu
lassen. Es liegt nahe der Hinrichtungsstätte im Garten des Joseph von
Arimathäa. Am Karsamstag wurden Wachen vor dem Grab von Jesus
positioniert. Sie sollten darauf achten, dass der Leichnam nicht gestohlen
wird und so die Aussage im Land verkündet werden kann, dass Jesu
auferstanden sei.
Am Karsamstag wurde aber nicht nur Jesus für tot erklärt, sondern auch
die Hoffnung auf einen Retter begraben. Denn am Karsamstag versteckten
sich die Jünger aus Angst selbst am Kreuz hingerichtet zu werden.
In der Nacht zum Sonntag, dem 1. Tag der Woche, oder sogar in der Frühe
des Ostermorgens kommen die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen.
Die Osternacht ist sozusagen die höchste Feier in der Liturgie des ganzen
Jahres: Jesus ist von den Toten auferstanden. Die Glocken, die sich am
Gründonnerstag mit vollem Geläute beim Gloria des Abendmahlsgottesdienstes
verabschiedet hatten, kehren beim Gloria in der Osternacht wieder.
Karfreitag
2 Uhr: Jesus vor Kajaphas
Im Hohenpriesterlichen Palast von Jerusalem hat Kajaphas, der
Hohepriester, seine engsten Mitarbeiter um sich versammelt. Kajaphas
repräsentiert die geistliche Verwaltung gegenüber dem röm. Statthalter. Er
hat sich mit den Römern gut arrangiert. Was er nicht brauchen kann, sind
Unruhestifter. Und außerdem: Dieser galiläische Wanderprediger kritisierte
in aller Öffentlichkeit die Geschäftemacherei rund um den Tempel. Ein
Treiben, dem die Priester letztendlich ihren Reichtum verdanken, sind sie
doch an allen Opfergaben und sonstigen Einnahmen finanziell beteiligt.
Dieser Jesus gehört beseitigt. Er wird dem Rat vorgeführt. Kajaphas und
seine Berater nehmen ihn ins Kreuzverhör. Was hat er gelehrt? Was hat er
getan? Wofür hält er sich? Der Rat braucht stichfeste Anklagepunkte gegen
Jesus.
6 Uhr: Jesus vor dem Hohen Rat
Der Hohe Rat ist der oberste geistliche Gerichtshof. 71 Personen
gehören ihm an, der Hohepriester führt den Vorsitz. Es sind nicht alle
Mitgleider versammelt, als Jesus am frühen Morgen vorgeführt wird.
Kajaphas und seine Vertrauten werfen dem Galiläer seine tempelkritischen
Aussagen vor. Doch wird dies ausreichen, um die Ratsmitglieder von der
Notwendigkeit des Todesurteils zu überzeugen? Der Hohepriester greift
Jesus direkt an: „Bist du der Messias, der Sohn Gottes?" Jesus antwortet:
„Ich bin es". Er tritt mit göttlichem Anspruch auf. Für die Versammelten
scheint die Sache klar. Das ist Gotteslästerung. Und darauf steht die
Todesstrafe. Tod durch Steinigung. Doch es ist den Juden nicht erlaubt,
Todesurteile selbst zu fällen und zu vollstrecken. Das ist allein Sache
der Römer. Für den Hohen Rat steht fest: Jesus wird dem römischen
Statthalter Pontius Pilatus überstellt. Dieser muß von der Gefährlichkeit
des Galiläers überzeugt werden.
8 Uhr: Der Prozeß vor Pilatus
Zum Paschafest verlegt Pontius Pilatus seinen Amtssitz von Cäsarea am
Mittelmeer nach Jerusalem. Seine Anwesenheit ist von großer Bedeutung, um
Proteste und Aufstände im Keim zu ersticken. Schon früh am Morgen stehen
Gerichtsverhandlungen an. Einigen jüdischen Widerstandskämpfern soll der
Prozeß gemacht werden. Dazu kommt ein gewisser Jesus von Nazareth. Das
Leben eines Juden zählt für Pilatus nicht viel. Hinrichtungen ohne
Gerichtsverfahren sind keine Seltenheit. Doch der Fall Jesus scheint ihn
zu interessieren. Die Mitglieder des Hohen Rats tragen die Anklage vor:
Jesus habe sich zum König der Juden ernannt. Er sei ein politischer
Rebell, der gegen Rom aufbegehre. – Von Gotteslästerung ist keine Rede
mehr. Das wäre für Pilatus auch kein Thema. Für innerjüdisch-religiöse
Fragen fühlt er sich nicht zuständig. Er läßt den von Mißhandlungen
gezeichneten Jesus vor den Richterstuhl treten und verhört ihn selbst.
Eine große Menschenmenge folgt dem Prozeß. Soldaten, die Abordnung des
Hohen Rats, viele Schaulustige und ein Dolmetscher, denn die Verhandlung
erfolgt auf Griechisch. Pilatus stellt Jesus die entscheidende Frage, ob
er tatsächlich der König der Juden sei, bekommt von diesem aber keine
befriedigende Antwort.
11 Uhr: Das Urteil
Der Prozeß scheint zugunsten von Jesus zu kippen. Pilatus merkt bald,
daß er es hier mit einer Intrige des Hohen Rats zu tun hat. Da fahren die
Priester mit ihrem schärfsten Geschütz auf: „Wenn du ihn freiläßt, bist du
kein Freund des Kaisers mehr." Sie drohen mit einer direkten Beschwerde an
den Kaiser in Rom. Unahnnehmlichkeiten hätte Pilatus dabei auf jeden Fall
zu erwarten. Und das ist ihm dieser Jesus auch nicht wert. Der Statthalter
stellt es der anwesenden Menge frei, ob der Angeklagte verurteilt werden
soll. Die Menge entscheidet sich gegen Jesus. Statt dessen preßt sie den
Widerstandskämpfer Barabbas frei. Damit ist für Pilatus die Sache
gelaufen. Er erklimmt seinen Richterstuhl und spricht über Jesus das
Urteil: „Du wirst das Kreuz besteigen."
11.30 Uhr: Der Kreuzweg
Der Verurteilte wird mit den Armen an eine Säule gebunden. Dann
schlagen die Folterknechte mit einer Lederpeitsche unbarmherzig zu. Schon
nach den ersten Schlägen platzt die Haut. Ein Soldat hängt Jesus einen
alten Mantel um, ein anderer drückt ihm einen Kranz aus Dornengestrüpp auf
den Kopf. So tritt der „König der Juden" seinen letzten Weg an. Die
Legionäre legen Jesus den Querbalken des Kreuzes auf den zerschundenen
Rücken. Der Längsbalken wartet bereits, fest verankert, auf der
Hinrichtungsstätte. Ein Soldat hängt Jesus eine hölzerne Tafel um den
Hals. Darauf findet sich in aramäischer und griechischer Sprache der Grund
für seine Verurteilung: „König der Juden". Langsam setzt sich die Gruppe
in Bewegung. Die Stadt ist überfüllt mit Menschen. Alle treffen die
letzten Vorbereitungen für das Paschafest. Der Todeszug verläßt durch das
„Gartentor" die Stadt. Zur Rechten liegt Golgota, ein aufgelassener
Steinbruch mit einem kleinen Felsen in der Mitte – dem Ort der Kreuzigung.
Als der Trupp die letzten Meter hinauf auf die Anhöhe überwindet, ist
Jesus längst nicht mehr in der Lage, den Querbalken selbst zu tragen. Ein
gewisser Simon wird von den Legionären zwangsverpflichtet. Er kam zufällig
dazu, jetzt trägt er das Kreuz hinauf nach Golgota.
12 Uhr: Jesus wird gekreuzigt
Der Verurteilte bekommt ein Berauschungsgetränk gereicht. Es soll die
Schmerzen lindern. Doch Jesus lehnt ab. Die Soldaten reißen ihm die
letzten Kleider vom Leib und legen ihn mit ausgebreiteten Armen auf den
Querbalken. Dann treiben sie die Nägel durch die Handwurzeln ins Gebälk.
Jesus wird auf den feststehenden Pfahl hochgezogen und auch mit den Füßen
ans Kreuz geschlagen. Links und rechts von ihm erfahren zwei
Widerstandskämpfer das gleiche Schicksal. Die am Kreuz Hängenden quälen
Durst, Muskelkrämpfe und Kopfschmerzen. Durch den starken Blutverlust
kommt es zu Kreislaufzusammenbrüchen, die Hängelage führt zu Atemnot.
15 Uhr: Jesus stirbt am Kreuz
Tausende Menschen werden Zeugen dieses Dramas. Golgota liegt nahe der
stark frequentierten Ausfallsstraße Richtung Westen. Doch kaum einer der
Vorbeikommenden weiß, wer hier unter Qualen sein Leben aushaucht.
Unmittelbar zum Kreuz lassen die Legionäre niemanden durch. Jesus ist
allein. Er ringt in seinem qualvollen Todeskampf mit Gott. Seine letzten
Worte entstammen dem alttestamentlichen Psalm 22: „Mein Gott, mein Gott,
warum hast du mich verlassen." Dann ist es vollbracht. Er stirbt am Kreuz.
Seit seiner Gefangennahme sind gerade 15 Stunden vergangen.
17 Uhr: Die Grablegung
Jesu Jünger sind geflohen. So liegt es an Josef von Arimatäa, einem
Mitglied des Hohen Rats, Jesus zu bestatten. Aus Wertschätzung gegenüber
dem Hingerichteten bittet er Pilatus um die Freigabe des Leichnams. Josefs
Diener nehmen Jesus vom Kreuz, reinigen den Körper, salben ihn und ziehen
ihm ein Leinengewand über. Dann tragen sie den Leichnam in einen nahen
Garten und legen ihn in ein Felsengrab. Den Eingang verschließen sie mit
einem großen, flachen Stein. Noch kann niemand ahnen, daß bereits in zwei
Tagen ein neues Kapitel in der Geschichte der Menschheit beginnen wird.
Gründonnerstag
22 Uhr: Der Aufbruch zum Ölberg
Jerusalem, 6. April, 30 n. Chr.: Ein Zimmer im Obergeschoss eines Hauses,
irgendwo in der Stadt. Jesus und seine Jünger beenden das gemeinsame
Abendmahl. Es wird als „Letztes Abendmahl“ in die Geschichte des
Christentums eingehen. Die kleine Gruppe bricht zu ihrem Nachtquartier
auf. Die Stimmung unter den Aposteln ist gedrückt, denn ihr Meister hat
Andeutungen über sein bevorstehendes Ende gemacht. Einer fehlt überdies:
Judas Iskariot. In den Tagen vor dem Paschafest, dem höchsten jüdischen
Fest des Jahres, drängen tagsüber abertausende Menschen durch die Stadt.
Doch jetzt sind die Gassen leer. Die kleine Gruppe verläßt die Stadt und
steigt hinab ins Kidrontal.
23 Uhr: In Getsemani
Ihr Ziel ist der Ölberg auf der anderen Seite des Tales. Am Fuße des
Berges liegt der Garten Getsemani, das Nachtquartier. Unermüdlich hat
Jesus in den letzten Tagen im Tempel gelehrt und diskutiert. Hier in der
Stille von Getsemani möchte er ausruhen. Doch dieses Mal gelingt es nicht.
Er weiß, dass ihn seine Gegner beseitigen wollen. Das Bewusstsein des
drohenden Todes trifft Jesus mit voller Wucht. Noch könnte er fliehen.
Doch er bleibt. Im Gebet hat er Klarheit gefunden. Er wird sich der
Konfrontation stellen.
24 Uhr: Die Gefangennahme
Ein Kommando der Tempelpolizei und der hohenpriesterlichen Palastwache
dringt in Getsemani ein. Unter ihnen: Judas. Er hat den kleinen Trupp
geführt. Die Jünger sind völlig überrascht. Gegen die Schwerter der
Soldaten sind sie machtlos. Sie fliehen, so schnell sie können. Jesus wird
gefesselt und abgeführt. Das alles geschieht ohne großes Aufsehen,
schließlich lagern in der Umgebung tausende Pilger unter freiem Himmel.
Ein Aufruhr ist das Letzte, was die Soldaten und ihre Auftraggeber in
Jerusalem brauchen können.
Was ereignete sich damals am
Mittwoch?
Judas geht heimlich zu den Hohepriestern und fragt, was sie ihn für den
Verrat an Jesus geben würden. Nach Matthäus heißt es in der Bibel: "Und
sie zahlten ihm dreißig Silberstücke. Von da an suchte Judas eine
Gelegenheit, ihn auszuliefern." Was ereignete sich damals am
Dienstag?
Im Tempel treffen sich die Hohepriester und einige führenden Pharisäer.
Die Pharisäer bildeten damals die herrschende religiös-politische Partei
Jerusalems mit etwa 5000 Mitgliedern. In der Stadt selbst lebten damals
ca. 80000 Menschen.
Im Tempel wird über das Schicksal Jesu entschieden. Die Führer haben
Angst, Jesus könne das Volk an sich binden. "Dann werden die Römer kommen
und uns die heiligen Städte als auch das Volk nehmen. Deshalb ist es
besser, ein einziger Mensch stirbt für das Volk, als ein ganzes Volk
zugrunde gehen zu lassen", sagten sie.
Was ereignete sich damals am Montag?
Wieder kommt Jesus nach Jerusalem und lehrt im Tempel. Er
spricht in Gleichnissen. Als ihn die Hohepriester nach seiner Befugnis
fragen, verweigert er die Antwort. Sie wollen ihn daher verhaften lassen,
fürchten jedoch den Volkszorn. Später steigt Jesus mit seinen Jüngern auf
den Ölberg. Er erzählt ihnen vom Ende der Welt. |